Mit dem Motorrad nach Südfrankreich – Tag 2

8.6.2015

Das Zelt hat dicht gehalten und es ist drinnen alles trocken geblieben.

Das ist auch schon alles, was ich an Positivem über die erste Nacht sagen kann. Dank Dauerregen, Blitz und Donner war mein Schlaf nicht sonderlich tief und so ließ ich mir Zeit damit, aus dem Schlafsack zu kriechen. Aufgrund der Lage im Tal kam die Sonne auch erst gegen 10 bei meinem Zelt an und deswegen war Hitze erst mal kein Thema.

Auf dem Zeltplatz gibt es unter anderem einen kleinen Laden, wo ich mir etwas zum Frühstücken besorgte und mich im Anschluss daran machte, mein Zelt wieder trocken zu bekommen.
Mit ein wenig Trockenreiben und komplett auf Durchzug stellen, war das Ganze dann auch schon in einer knappen Stunde geschehen und ich konnte allmählich anfangen, meine Sachen zusammen zu packen.

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Nachdem wieder alles verstaut und verzurrt war, machte ich mich auf den Weg nach Freiburg, um Ersatz für den defekten Packsack aufzutreiben. Der Weg dorthin führte über die B31 durch das Höllental und die Ravennaschlucht, die mit ihren Serpentinen bei dem nebelverhangenen Wetter einen wild-dramatischen Eindruck erweckte.

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In Freiburg angekommen, begab ich mich zu einem Outdoorladen und fand dort auch gleich das Gewünschte. Danach besorgte ich noch eine Straßenkarte von Frankreich und etwas zu essen und machte mich schließlich auf den Weg über die Grenze nach Frankreich. Die absolut schnurgeraden circa 10km zwischen Müllheim Mulhouse waren definitiv der langweiligste Teil der bisherigen Tour und so war ich echt froh, als ich ohne größere Umwege die Straße nach Belfort fand.

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Da es schon auf den Abend zuging und der Regenradar weiter im Süden starke Niederschläge anzeigte entschloss ich mich dazu, die Nacht auf dem örtlichen Campingplatz „Etang des Forges“ zu verbringen.
Bei leichtem Wind und milden Temperaturen baute ich mein Zelt auf, am nahen Horizont leuchtete die Zitadelle von Belfort und außer dem Rauschen der Bäume auf und um den Zeltplatz herrschte eine himmlische Ruhe.

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