Tag 2 – Sightseeing!

Den zweiten Tag in Kathmandu begannen wir mit einer Stippvisite bei einer Filiale der Nepal Investment Bank. Dort machten wir unsere mitgebrachten Reiseschecks zu Geld und bezahlten damit als erstes unsere Unterkunft in Batpatheni. Von dort aus ging es weiter zum Durbar Square von Kathmandu (Plätze dieses Namens gibt es im Kathmandu Valley eine ganze Reihe). Nach Bezahlung des Eintrittsgeldes (300 Rupien, ca. 3 Euro) gelangten wir in einen Bereich, der vollkommen von mit allen Sinnen erfassbarer Geschichte durchzogen ist. Tempel, Sadus, Kinder, Kühe, Hunde, Tauben und zudem viele Händler, die allerhand Dekoratives, Buntes und Duftendes feilbieten.

Durbar Square, Kathmandu
Durbar Square, Kathmandu
Fütterung einer heiligen Kuh
Fütterung einer heiligen Kuh (in Nepal und Indien sind fast alle Kühe heilig)
Der Taleju-Tempel in Kathmandu
Der Taleju-Tempel in Kathmandu

Über das Alter und die Geschichte der dort stehenden Tempelanlagen geben Reiseführer und andere Nachschlagewerke erschöpfend Auskunft. Das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man tatsächlich dort ist, spottet allerdings jeder Beschreibung.

Monkey Temple unterer Eingang
Der Anfang des Aufstiegs zum Swayambhunath

Die nächste Station war der Monkey Temple, der auf einem Berg westlich des Kathmandu Valley liegt. Nachdem wir mit einem Taxi bis zum Anfang der Tempelanlage gefahren waren, legten wir den Rest des Weges über einige hundert Treppenstufen aus behauenem Naturstein per Pedes zurück. Gleich zu Beginn des Anstiegs begrüßten uns zwei Buddhas in roten Gewändern.

Drei goldene Buddhas
Drei goldene Buddhas

Wenige Schritte später fanden sich drei goldene Buddhastatuen und ein freudestrahlender Nepali in größtenteils roter Gewandung.

Letzterer verpasste uns ohne viel Federlesens jeweils einen roten Tupfer auf die Stirn und hielt anschließend — immer noch bis über beide Ohren lächelnd — die Hand mit der Bitte um ein paar Rupien auf. Nachdem wir ihm den Obulus für gutes Karma und etwas Farbe gegeben hatten, ließ er uns mit Segnungen und Beglückwünschungen unseres Weges ziehen. Den Rest der Treppe legten wir sodann einen Zahn zu, da unser Bedarf an gutem Karma für diesen Tag erst einmal gedeckt war und wir uns auch nicht mehr mit den vielen anderen Souvenirverkäufern am Wegesrand unterhalten wollten.
Verschwitzt und ziemlich außer Atem wurden wir kurz vor dem Allerheiligsten noch einmal um das Eintrittsgeld nach Touristentarif erleichtert und befanden uns wenige Stufen später endlich am Etappenziel: Dem Monkey Temple (der auf Nepali eigentlich Swayambhunath heißt, was mit Affen übrigens nicht viel zu tun hat).

Die Stupa des Monkey Temple durch ein Fisheye gesehen
Die Stupa des Monkey Temple durch ein Fisheye gesehen

Rundherum eröffnete sich ein wunderbarer Ausblick über Kathmandu.

Aussicht vom Monkey Temple über Kathmandu
Aussicht vom Monkey Temple über Kathmandu

Der Name Monkey Temple kam im Laufe der Zeit zustande, weil sich in der unmittelbaren Umgebung der Anlage eine beträchtliche Affenherde angesiedelt hat. Die Affen sind dort allgegenwärtig und sie nehmen es einem wirklich übel, wenn man ihnen direkt in die Augen schaut. Allerdings merken sie nicht, dass man sie anschaut, wenn man das durch die Kamera hindurch tut. Daher ließen sich so ohne große Probleme echt schöne Schnappschüsse erzielen. Auch hier kann ich wesentlich mehr in Bildern als in Worten ausdrücken, daher gib es nun wieder was für die Augen.

MT 2 Affen auf Mauer
Auf der Mauer …
Gebetsfahnen im Wind
Gebetsfahnen im Wind

MT 1 monkey

Danach führte unser Weg zum Buddha Garden, der sich unterhalb des Monkey Temple am Fuße des Berges befindet. Dieser vor allem durch drei kolossale Buddhastatuen beherrscht, auf die man gleich nach Durchschreiten des Eingangstores zuläuft. Hinter diesen stehen zwei je etwa 2,50m hohe Nachbildungen heiliger Berge auf Sockeln, inklusive kleiner Modelle der Klosteranlagen, die sich an ihren Hängen befinden. In einem der beiden Modelle sind zudem dem Klang nach trompetenähnliche Blasinstrumente so eingelassen, dass von außen nur die Mundstücke zugänglich sind. In diese wird immer wieder von den Gläubigen, die unablässig in demutsvoller Gebetshaltung um die Nachbildungen herummarschieren, hineingeblasen. So wird der endlos um diese Oase des Friedens tosende Verkehrslärm von diesen Klängen zerschnitten, während aus Lautsprechern eine sanfte Melodie tönt.

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4 Antworten auf „Tag 2 – Sightseeing!“

  1. Hammer Fotos! 🙂 Und sehr schoen so viel von euch zu lesen! Erzaehl auch mal ein bisschen etwas zum Essen und ob es euch gefaellt… Bzw. Du kannst ja auch ein paar Fotos machen. 😉 Liebe Gruesse aus B, J’n’A

  2. sehr sehr cool. sau fätte fotos.
    Wie sind die menschen so drauf?
    Sind da viele Backpacker?

    paz
    roller

  3. Yo! Danke!
    Die Menschen hier sind so ziemlich die offenherzigsten, die ich bisher kennenlernen durfte. Die Allermeisten lächeln freundlich zurück, sobald Blickkontakt hergestellt ist und nahezu jeder Fünfte fragt, aus welchem Land wir kommen und reagiert ebenfalls überaus freundlich, wenn wir mit „Germany“ antworten.
    Backpacker gibt es zwar, aber sonderlich viele sind es nicht. Wahrscheinlich ist jetzt auch nicht wirklich die Saison dafür, da es allmählich auf den Winter zugeht.

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